Riester-Rente: Fachbegriffe

Antrag auf Zulage

Wer die staatliche Zulage bekommen möchte, muss einmalig einen Dauerzulagenantrag stellen. Dieser Antrag wird vom Vertragsunternehmen an die Finanzbehörde weitergeleitet. Seit 1. Januar 2005 kann der Versicherte mit dem Unternehmen vereinbaren, dass der Antrag jedes Jahr automatisch gestellt wird.

Arbeitslosigkeit

Riester-Renten sind ebenso wie die neue Basisrente und Betriebsrenten vor einer Verwertung bei Arbeitslosigkeit geschützt.

Auszahlungsphase

Riester-Renten bestehen aus zwei Phasen: Der Ansparphase, während der Beiträge eingezahlt werden und der Auszahlungs- oder Leistungsphase, während der die lebenslange monatliche Rente gezahlt wird.

Eigenbeitrag

ist der Beitrag, den der Versicherte selbst einzahlen muss. Er beträgt ab 2008 vier Prozent des sozialversicherungspflichtigen Einkommens. Geringverdiener zahlen mindestens 60 Euro im Jahr.

Entnahme von Kapital

Riester-Renten bieten die Möglichkeit, bei Beginn des Rentenbezugs maximal 30 Prozent des Vorsorgekapitals in einer Summe zu entnehmen. Nur zur Entschuldung einer selbstgenutzten Immobilie können ab Erreichen des 60. Lebensjahres sogar bis zu 100% des Versorgungskapitals entnommen werden. Ab 2010 kann das vorhandene Kapital auch als Eigenkapital zum Erwerb einer selbst genutzten Immobilie aus dem Vertrag entnommen werden.

Förderantrag

siehe Antrag auf Zulage.

Förderberechtigte

sind Personen, die Anspruch auf eine Riester-Förderung haben.

Förderfähige Produkte

sind Vorsorgeangebote, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen müssen, etwa eine lebenslange Rentenzahlung und eine Zertifizierung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Grundzulage

ist die staatliche Zulage, die pro Person gezahlt wird.

Günstigerprüfung

In diesem Rahmen prüfen die Finanzbehörden, ob Versicherte nur die staatliche Zulage oder darüber hinaus auch Steuererleichterungen erhalten.

Hinterbliebenenschutz

ist als Zusatzbaustein der Riester-Rente erhältlich.

Höchstbeitrag

ist der maximale Beitrag, für den es die staatliche Förderung gibt, derzeit vier Prozent des versicherungspflichtigen Einkommens, maximal 2.100 € pro Jahr.

Kinderzulage

Diese Zulage zahlt der Staat im Rahmen der Riester-Förderung für jedes Kind, für das auch Kindergeld gewährt wird.

Mindesteigenbetrag

ist der Beitrag, den Versicherte mindestens in ihren Riester-Vertrag einzahlen müssen. Geringverdiener zahlen mindestens 60 Euro im Jahr.

Zertifizierung

Um die Riester-Förderung zu erhalten, müssen die Vorsorgeverträge von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zertifiziert sein. Dieses Zertifikat ist anhand einer Prüfnummer in den Vertragsunterlagen zu erkennen.

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